Christen informieren ihre muslimischen Nachbarn über Sternsingeraktion

Es war wie eine Vorwegnahme des Jahresmottos der katholischen Stadtkirche: Die Einladung der Pfarrei St. Johann aus Duisburg-Hamborn am 4. Januar an den Rheinischen Dialog & Bildungsverein zum gemeinsamen Abendessen von Christen und Muslimen im Abteizentrum mit Besuch der Sternsinger.

 

Schon zum dritten Mal haben sich katholische Gemeinde und muslimischer Bildungsverein in Duisburg-Hamborn am 4. Januar getroffen und ihren guten Dialog über Glaube, Tradition und Brauchtum ihrer jeweiligen Religionen weiter intensiviert. Zweimal schon waren die Christen in den vergangenen beiden Jahren zum gemeinsamen Fastenbrechen während des Ramadans geladen worden. Nun revanchierten sie sich mit einer Einladung in der diesjährigen Weihnachtszeit.

 

Und der Termin war nicht zufällig am Wochenende vor dem "Fest der Heiligen Drei Könige" gewählt. Denn, so betonte der Gemeinderatsvorsitzende von St. Johann, Klemens Traut in seiner Begrüßung: "Der Festtag der Heiligen Drei Könige ist auf jeden Fall auch ein Fest der Völkerverständigung, haben die drei Sterndeuter aus dem Morgenland doch innere und äußere Grenzen überschritten, die uns ein Vorbild sein können. Nur geleitet von einem Stern und ihrem eigenen Wissensdurst, haben die drei sich damals auf den Weg in ein für sie fremdes Land gemacht und sind mit neuen Erkenntnissen in ihre Heimat zurückgekehrt." 

 

Der Abend begann in der Abtei-Kirche, wo Pastor Pater Altfried seine Gäste nicht nur durch die weihnachtlich geschmückte Kirche führte, sondern ihnen auch einen Blick in die Räumlichkeiten des anliegenden Klosters der Prämonstratenser gewährte. Anschließend waren alle - Gemeindemitglieder wie Gäste vom Bildungsverein - ins Abteizentrum geladen. Dort erwarteten sie beim gemeinsamen Abendessen nicht nur weitere Hintergrundinformationen zur Sternsingeraktion, sie erlebten die Sternsinger, ihre Lieder und Gebete auch live, als Sternsinger der sog. "Abendrunde", bestehend aus rund zehn jungen Erwachsenen aus der Gemeinde auf einen längeren Besuch vorbeikamen.

 

"Das war ein wunderbarer Abend", freute sich im Anschluss auch Sr. Ulrike Trabold aus Bruckhausen. Sie ist davon überzeugt: "Solche Begegnungen mit Austausch und gemeinsamem Essen von Christen und Muslimen müssen wir weiter pflegen. Das sind wichtige Schritte zur Verständigung der Religionen."

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